JH - Ordnung

Junior-Handling - Ordnung

§   1. Allgemeines

§   2. Zulassung

§   3. Altersklassen  

§   4. Meldungen

§   5. Bewerter 

§   6. Bewertung

§   7. Figuren

§   8. Platzierung

§   9. Punktevergabe

§ 10. Finale

§ 11. Inkrafttreten

§   1. Allgemeines

Der/die Jugendliche und sein Hund, stellen sich als Team vor. 

Das Jugendhandling ist die Vorbereitung junger Hundefreunde auf ein späteres Vorführen von
Rassehunden bei jeglichen Zuchtschauen. Es bietet interessierten Jugendlichen die Möglichkeit,
im sportlichen, freundschaftlichen Wettbewerb den Umgang mit Hunden verschiedener Rassen
zu erlernen.
 

Das Vorführen der Hunde erfordert und fördert Verständnis, Einfühlungsvermögen und Verantwortungs-
bewusstsein. Darüber hinaus kann dieser Wettbewerb zu größerer Fairness, Disziplin und Rücksicht-
nahme im Verhalten der Jugendlichen untereinander beitragen. Sie lernen auch verlieren zu können
und die Leistung anderer sportlich anzuerkennen.

§   2. Zulassung

Zugelassen sind Jugendliche von dem Tag an, wo sie den Hund ohne Fremdhilfe führen können bis zur
Volljährigkeit. Das Einverständnis eines Erziehungsberechtigten muss vorliegen. 

§   3. Altersklassen

Kind mit Hund

Jugendliche bis 11 Jahre; der Hund sollte nebenher laufen,  Kommando Sitz und Platz können und evtl. ein Kunststück.

Junior-Handling Anfängerklasse

 

Jugendliche im Alter ab 9 Jahren oder nach Ermessen des Jugendleiters. Bei Unklarheiten kann vor Ort umgemeldet werden. Voraussetzungen Kreis 1, Kommando Sitz und Platz Hundepräsentation Wünschenswert.

Junior-Handling Fortgeschrittene Klasse

Hundepräsentieren Pflicht

Jugendliche im Alter ab 14 Jahre (Juniorhandling) (ggf. auch jünger, nach Ermessen des Jugendleiters). Voraussetzung alle Figuren sollten sitzen.

§   4. Meldungen

Die Meldungen müssen enthalten:

Name, Vorname, Anschrift, Geburtsdatum und Mitgliedsnummer des Jugendlichen. Name,
Rasse und Farbe des Hundes. Die Unterschrift eines Erziehungsberechtigten. Ummeldungen
am Tag der Ausstellung ggf. möglich.

Meldungen können Online per Online-Meldeformular vorgenommen werden oder per Mail
an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

§   5. Bewerter

Das Jugendhandling soll von, für diesen Wettbewerb, qualifizierten Bewertern/Richtern bewertet werden.
Dies können Zuchtrichter oder vom EDH e.V. ausgebildete Jugendhandlingbewerter sein.

(nach oben)

§   6. Bewertung

Der Vorführwettbewerb der Jugendlichen soll publikumswirksam anlässlich von Veranstaltungen des
EDH e.V. durchgeführt werden.

Während des Zeitraums des gesamten Wettbewerbs, muss der Jugendliche denselben Hund führen.
Der Austausch der Hunde untereinander und die Vorführung eines neutralen Hundes, ist auf Anordnung
des Bewerters möglich.

Teilnehmer, die ihre Hunde nicht unter Kontrolle haben, müssen vom Wettbewerb ausgeschlossen
werden. Die Entscheidung liegt beim Bewerter.

Bewertungskriterien sollen sein: 

  • Harmonie und Zusammenarbeit von vorführendem Jugendlichen und Hund
    (Lob, Tadel, Konzentration, Behandlung usw.)
  • Rassegerechtes Vorstellen des Hundes im Stand und in der Bewegung
  • Zeigen des Gebisses
  • Rücksichtnahme beim Präsentieren des Hundes in der Gruppe
    (Abstand halten, Beibehalten der Reihenfolge usw.)
  • Rassegerechtes Erscheinungsbild des Hundes (Kondition, Pflegezustand etc.)
  • Zweckentsprechende Kleidung der Teilnehmer
    (die Kleidung sollte mit der Farbe des Hundes abgestimmt sein und einen
    möglichst guten Kontrast bilden. Sie muss zweckmäßig und gepflegt sein,
    jedoch nicht auffällig. Zu lässige Kleidung wirkt ebenso unvorteilhaft wie zu
    elegante. Empfehlenswert sind flache rutschfeste Schuhe, die im Interesse
    des Hundes nicht klappern sollten).
  • Insgesamt müssen der Jugendliche und der Hund einen Harmonischen Anblick bieten, der durch
    entsprechende Ausstrahlung noch gefördert werden kann.

 

Einzelbeurteilung:

Zähne zeigen – Präsentation des Hundes – Bewegung

  • Der Jugendliche muss hierbei selbständig entscheiden, wie er seinen Hund möglichst vorteilhaft
    präsentiert.
  • Er muss wissen, ob der Hund auf dem Boden oder auf dem Tisch präsentiert wird.
  • Er muss das Gebiss seines Hundes so präsentieren, dass der Bewerter ohne Mühe die Zahnstellung
    bzw. die Anzahl der Zähne erkennen kann.
  • Lob und Anerkennung des Hundes durch den Jugendlichen zeigen eine gute Beziehung zueinander.
    Hierbei muss der/die Bewerter/in allerdings auf übertriebenes Lob, immer wenn der/die Bewerter/in
    hinsieht, achten.

Beurteilung in der Gruppe: 

Präsentation des Hundes – Bewegung

  • Die Jugendlichen müssen durch die Art ihrer Vorführung erkennen lassen, dass ihnen die Abläufe im
    Ring vertraut sind.
  • Sie sollen ihre Hunde in angemessenem Abstand zu anderen Hunden stellen, sich selber im Stand nicht
    zu dicht hinter ihren Hunden befinden, um den Blick des Bewerters nicht abzulenken, ihren Hunde in der
    Linie mit den Konkurrenten stellen und nicht aus der Reihe tanzen.
  • Sie sollen ihre Hunde im Kreis in angemessener Entfernung zu dem vor ihnen laufenden Teams führen
    und keinesfalls ihre Hunde auflaufen lassen.

Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und einen Nachweis der erworbenen Punkte, über die evtl. Platzierung in
seiner Altersklasse, evtl. Tagessieg, Art der Veranstaltung sowie die Anzahl der Teilnehmer in der betreffenden
Altersklasse.

(nach oben)

§   7.Figuren

Der Kreis (1)

Bei dieser Figur steht der Bewerter/Richter in der Mitte. Der Jugendliche führt seinen Hund immer zum Richter hin.

Der Kreis (2)

Die Figur des Kreises wird vom Richter üblicherweise bei der vergleichenden Gangwerksbeurteilung mehrerer
Hunde gefordert. Üblicherweise steht der Richter dabei in der Mitte des Kreises und prüft die Bewegung der
Hunde in der Seitenansicht. Sollte der Richter jedoch zu einem Standort außerhalb des Kreises wechseln,
während die Hunde im Kreis geführt werden, so muss der Junior-Handler kurz vor dem Richter auf die andere
Seite des Hundes und kurz hinter ihm wieder zurück wechseln, wobei er auch hierbei keinesfalls zwischen Richter
und Hund geraten darf.

Das Dreieck 

Bei der Bewegung im Dreieck kann der Richter nacheinander das Gangwerk des Hundes von hinten, von der
Seite und von vorn prüfen. Der Junior-Handler muss die Form seines Dreiecks so wählen, dass der Richter
ohne Mühe alle drei genannten Ansichten des Hundes gleich ausgiebig prüfen kann. Dies bedeutet, dass
alle drei Seiten des Dreiecks von annähernd gleicher Länge sein sollen und die dem Richter gegenüber-
liegende Seite senkrecht zu dessen Sichtlinie verläuft.

Das "T"

Das “T” lässt die gründliche Beurteilung des Gangwerks von hinten, von vorn und von beiden Seiten zu.
Wie beim Dreieck, so muss der Junior-Handler auch beim T besonders darauf achten, dass keine “Lauflinie”
zu kurz ist und dass die dem Richter gegenüberliegende Linie senkrecht zu dessen Sichtlinie verläuft.
Besondere Aufmerksamkeit muss der korrekten Ausführung der jeweiligen Wenden geschenkt werden,
damit der Vorführer dem Richter niemals die Sicht auf seinen Hund versperrt.

Das "L" 

Das “L” erfüllt bei der Bewertung eines Hundes im Ring denselben Zweck wie das T; es kann diesem
gegenüber jedoch bevorzugt werden, wenn der Ring besonders lang und schmal aufgebaut ist.

Geradeaus Auf & Ab in zwei Varianten

Diese Übung ermöglicht dem Richter die Beurteilung des Gangwerks eines Hundes von vorn und von
hinten. Bei der Ausführung ist besonders darauf zu achten, dass der Hund in völlig gerader Linie vom
Richter weg bewegt wird und dann ohne abzustoppen nach einer Wende nach links (Show Wende)
oder rechts (Wende nach innen) auf derselben Linie zurück zum Richter geführt wird, ohne dass dieser
seinen Standort wechseln muss.

Sollen zwei Hunde nebeneinander auf und ab bewegt werden, so müssen beide Vorführer darauf achten,
dass die Hunde direkt nebeneinander im Blickfeld des Richters laufen und dass sowohl der Weg vom
Richter weg als auch der Rückweg gleichzeitig gestartet werden. Hierbei sollte das Abstoppen eines
unter Umständen schneller laufenden Hundes - vor der Rückkehr auf den Richter zu - nicht negativ
bewertet werden, denn selbstverständlich muss auch hierbei jeder der beiden Hunde in der für ihn
günstigsten Geschwindigkeit vorgeführt werden.

Die Wende 

Bei der Wende nach innen befindet sich der Hund zunächst auf der linken Seite des Junior-Handlers;
beim Richtungswechsel bewegen sich Junior-Handler und Hund kurz aufeinander zu. Die Leine wechselt
von der linken zur
rechten Hand. Diese Wende ist sehr gebräuchlich beim Figurenlauf und bei der Gang-
werksbeurteilung
von der Seite.

Bei der im Zuchtschauring sehr  häufig praktizierten Show-Wende  bleibt der Hund beim Richtungswechsel
auf der linken Seite d
es Vorführers; dieser läuft mit erhöhter Geschwindigkeit außen um den Hund herum,
damit
dieser nicht abbremsen muss.

Bei der Wende Außen wird der Hund an der linken Seite des Junior-Handlers um diesen herum geführt;
sie empfiehlt sich besonders dann, wenn der Junior-Handler vom Richter aus eine weitere Figur laufen soll.

Gelegentlich wird diese Wende auch – besonders bei der Vorführung großer Rassen – beim Richtungswechsel
zum Richter hin angewendet; hierdurch kann sich die Bewegung des Hundes unter Umständen fließender
fortsetzen und dadurch vorteilhafter wirken – in diesem Fall befindet sich der Junior-Handler jedoch kurz
zwischen Richter und Hund.

Die Figurenbeschreibungen sind der Broschüre von Frau Elke Peper entnommen.

Die "8": 

Die "8" wird als Kombinations-Figur eingesetzt und gilt als schwere Figur. 

(nach oben)

§   8. Platzierung

Der/die Bewerter/in wählt aus einer jeden Altersklasse fünf Jugendliche für die Entscheidung aus und platziert
sie in der Reihenfolge 1 - 5. Jeder weitere Jugendliche wird mit dem 6. Platz entlassen.

Das Ergebnis muss den Jugendlichen sofort bekannt gegeben werden. 

 §   9. Punktevergabe

Jeder Teilnehmer erhält für die Vorführung des Hundes im Ring 5 Punkte.

Punkte werden nur ab der Fortgeschrittenen Klasse vergeben.  

Die Punktevergabe ermittelt sich aus der Platzierung wie folgt:

  1. Platz = 10 Punkte 
  2. Platz =   8 Punkte 
  3. Platz =   6 Punkte 
  4. Platz =   4 Punkte 
  5. Platz =   2 Punkte 

Der Tagessieger wird durch das Stechen zwischen den beiden
Bestplatzierten ermittelt und erhält zusätzlich 5 Punkte.

Die Gesamtpunktzahl des Tagessiegers setzt sich zusammen aus

  5 Punkte        für die Teilnahme 

10 Punkte        für den 1. Platz

  5 Punkte        für den Tagessieg

======== 

20 Punkte

Der Tagessieger muss in jedem Fall ermittelt werden.
Dies sollte im Ehrenring stattfinden. 

(nach oben)

§ 10. Qualifikation zum EDH e.V. Jahresfinale

Höchste Wertigkeit des Jugendhandlings im EDH e.V., hat das Jahresfinale. Es wird im Rahmen der Jahres-
siegerauslese alle 2 Jahre durchgeführt. Voraussetzung für die Teilnahme am Jahresfinale ist eine 6-malige
Teilnahme innerhalb von 2 Jahren erforderlich. Die Jugendlichen oder ihre Erziehungsberechtigten senden
bis zum Jahresende des zweiten Jahres die drei besten Ergebnisse an den/die EDH e.V. Jugendbeauftragte/n.
Eine Kopie der entsprechenden Seiten des Juniorhandlingpasses genügt. Die Jugendlichen werden dann von
dem/der Jugendbeauftragten schriftlich zum EDH e.V. Jahresfinale eingeladen.

Jugendliche, die nicht teilnehmen können, müssen sich bei der/dem EDH e.V. Jugendbeauftragten abmelden,
ansonsten können sie von späteren Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

§ 11. Inkrafttreten

Diese Ordnung tritt am 1. September 2015 in Kraft.

Der Vorstand des EDH e.V.

Aktive Gültigkeit hat immer die Junior-Handling Ordnung im Allgemein-Download.

(nach oben)